Sonntag, Oktober 28, 2007

Wieder zu Hause

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Seit ein paar Tagen sind wir nun zu Hause und es gibt viel zu tun. Mama ist ständig unterwegs, wir müssen zur Polizei, Anzeige erstatten, Pass und Führerschein ersetzen lassen. Immer fallen noch mehr Dinge auf, die nicht mehr da sind.
Mama und Papa stellen Listen auf, mit den Dingen, die weg gekommen sind und mit den Dingen, die wir dringend ersetzen müssen. Unser Berater von der Versicherung kommt vorbei und erklärt, wie Mama und Papa an Schadenersatz kommen. Das Auto muss in die Werkstatt, um den Schaden schätzen zu lassen. Mama und Papa möchten neue Schließzylinder haben, da bei den gestohlenen Dingen auch ein Autoschlüssel dabei war. Die Ersatzteile müssen bestellt werden und das Auto dann zur Reparatur in die Werkstatt.
Außerdem muss Mama arbeiten und zu Hause alles in Ordnung bringen.

Papa fährt natürlich auch wieder zur Arbeit und hat im Moment besonders viel zu tun.

Sonntag, Oktober 21, 2007

In Mailand bei Zia Angela und Zio Antonio

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Zum Glück haben Zia Angela und Zio Antonio eine liebe Nachbarin mit einem kleinen Sohn, die uns am Abend unserer Ankunft Windeln, Feuchttücher und ein paar Kleidungsstücke für mich geben konnte.
Das, was noch im Auto war, haben wir hinausgeräumt, es war noch eine Menge Obst da und Orangenbäumchen für das Grab von meinem Großvater in Deutschland und noch ein paar Kleinigkeiten.
Dann mussten wir Antonio und Angela natürlich ganz genau erzählen, was passiert war.
Mama konnte ein paar Sachen von Zia Angela ausleihen, aber für Papa und für mich mussten nun dringend Kleider gekauft werden. Also bestand unser Aufenthalt in Mailand fast nur aus Einkäufen, was nicht so richtig viel Spaß gemacht hat, wie es normalerweise gemacht hätte, da Papa auch noch krank geworden war und weil wir einkaufen mussten... Es macht einen ziemlichen Unterschied, ob man durch die Geschäfte läuft, weil man möchte, oder ob man es tut, weil man muss.
Wir haben unseren Aufenthalt in Mailand aber trotzdem genossen und sind auch so lange geblieben wie geplant. Die Uroma meinte zwar, wir sollten doch nun früher fahren, aber Papa fand es nicht richtig, sich von den Dieben auch noch den restlichen Urlaub beeinflussen zu lassen. Leider verging die Zeit bei Angela und Antonio so viel zu schnell und heute Abend fahren wir schon wieder nach Hause.

Donnerstag, Oktober 18, 2007

Ausgeraubt in Pisa

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Nachdem der größte Teil der Reise hinter uns lag, und da wir zu früh waren, um direkt nach Mailand zu fahren (Zia Angela muss heute ja arbeiten) machten wir einen Abstecher nach Pisa, um einmal den schiefen Turm von Pisa zu sehen. Das war keine gute Idee...
Erst einmal haben wir positiv gestimmt unser Auto auf einem Parkplatz bei einer Uni abgestellt. Dann sind wir bepackt mit dem Kamerarucksack zum schiefen Turm aufgebrochen, haben uns dort etwas umgesehen und Fotos gemacht. Nach einer Zeit von nicht viel mehr als einer halben Stunde hatten wir alles gesehen und haben uns wieder auf den Weg zurück zum Auto gemacht. Doch was für eine böse Überraschung erwartete uns da!
Mama wollte es gar nicht glauben, als sie von ferne sah, dass man von Vorne durch die Fenster des Kofferraums hindurchsehen konnte. Das Auto war doch voll! Doch nun nicht mehr: Diebe hatten die Fahrertür aufgebohrt und alles mitgenommen, was ihnen interessant erschien. Außer etwas Obst und meinem Kindersitz war nichts mehr da! Zum Glück hatten die Diebe nicht in die Dachbox geschaut und das Tauchgepäck gesehen!
Mama und Papa waren fassungslos. Die ganzen Sachen, die Geschenke, Mamas Portemonnaie und Handy – alles weg. Die Fighi d’India, Früchte mit sehr feinen aber umso schmerzhafteren Stacheln waren über meinen Sitz gekippt worden.
Papas Handy hatten wir zwar dabei gehabt, aber der Akku war fast leer. Erst einmal musste nun Anzeige erstattet werden – aber wo? Das war gar nicht leicht herauszubekommen... denn in Italien kommt nicht die Polizei zum Ort eines Verbrechens, sondern man muss hin fahren. Nach einigen Stunden war es geschafft. Über meinen Sitz hatte Mama den einzigen Pullover, der noch im Auto war, gebreitet, und so sind wir ohne auch nur noch eine Windel für mich zu haben, nach Mailand gefahren...Da Papas Handy nun gar nicht mehr funktionierte, konnten wir nicht einmal Angi genau sagen was passiert war und sie nicht einkaufen schicken, so dass wir noch nicht mal wussten, wie es in Mailand weiter gehen würde, da wir doch erst spät ankommen würden.

Dienstag, Oktober 16, 2007

Reisevorbereitungen

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(Nachtrag)
Unser Aufenthalt auf Sizilien für dieses Jahr geht langsam zu Ende. Vorgestern waren wir noch mit Angela und Santo in Catania, denn eigentlich wollte Papa gerne noch einmal tauchen. Aber das Wetter hat sich geändert und das Meer hat so hohe Wellen, dass es zu gefählich wäre, hier bei den Felsen ins Wasser zu gehen. Also haben wir nur einen Kaffee getrunken und sind dann wieder heim gefahren.
In den letzten Tagen kamen immer Menschen vorbei, mit Geschenken und mich, die Papa und mich und Mama sehen wollten und die sich verabschiedet haben.
Mama hat noch ein paar Mal Wäsche gewaschen und schon langsam gepackt.

Heute Abend brechen wir dann auch auf. Das Auto ist voll beladen, so dass man aus dem Kofferraum nicht hinaussehen kann. Neben unsere Sachen haben wir auch eine Menge Obst und Gemüse für Antonio und Angela dabei, auch Geschenke, da Antonio vor ein paar tagen Geburtstag hatte.

Alle haben sich verabschiedet und stehen vor dem Haus in Biancavilla als wir aufbrechen. Wir werden uns lange Zeit nicht wieder sehen!

Vor uns liegt eine lange Autofahrt, aber erst einmal gilt es, die Fähre in Messina rechtzeitig zu erreichen...

Samstag, Oktober 13, 2007

Regen in Biancavilla

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(Nachtrag)
Seit gestern hat sich das Wetter geändert. Es ist kühler geworden und gestern Nachmittag hat es heftig geregnet.
Heute vormittag war es aber trotzdem recht sonnig und wir konnten ein bisschen spazieren gehen.
Nach dem Mittagessen zogen dann Wolken heran. Später sind wir dann mit Angela weg gefahren, um einen Kaffe trinken zu gehen. Kaum saßen wir alle im Auto, fing es an zu regnen und nach kurzer Zeit regnete und hagelte es so stark, dass ich Angst bekam.
Ich glaube, auch Angela bekam Angst, denn sie hielt bald an einer Tankstelle unter dem Dach an und dort haben wir gewartet, bis das Unwetter nachließ. In der kurzen Zeit – das ganze hat vielleicht 10 Minuten gedauert – hatte sich die Straße in einen Fluss verwandelt. Das Wasser ströhmte nur so herab, es war bestimmt 20 cm tief, an manchen Stellen auch noch tiefer. Teilweise konnten die Autos nicht mehr fahren!
Schließlich hörte es auf zu hageln, und wir sind weiter bis zu der Bar gefahren, wo wir dann ausgestiegen sind und zusehen konnten, wie der Wasserstrom langsam nachließ.
Einer der Barmänner erzählte, dass erst vor kurzem viel Geld in ein neues Abwassersystem investiert worden sei, das aber offensichtlich nicht funktioniert... für uns war das alles ganz schön aufregend gewesen!

Freitag, Oktober 12, 2007

Zum Wald

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(Nachtrag)
Gestern haben wir nichts besonderes unternommen, wir waren einfach in Biancavilla und haben Familienmitglieder besucht. Am Tag davor war Markttag und wir waren dort und haben uns wieder alles angesehen.

Wir haben zum Beispiel Anna, die Mama von Zio Antonio, besucht. Und ich habe von Zia Pina, Piera und Anna zur Geburt ein Armband geschenkt bekommen.

Heute Morgen haben wir dann einen Ausflug mit dem Nonno gemacht. Er wollte mit uns in einen Wald fahren, wo Pinien wachsen und man sehr große Pinienzapfen sammeln kann. Leider hat er den Weg in den Wald nicht mehr gefunden. Ein paar Zapfen hat Papa trotzdem unter einem einzelnen Baum an der Straße sammeln können. Danach waren wir noch in einer verlassenen Plantage und haben Birnen und Esskastanien gesammelt. Am Abend haben Zia Pina, Zia Maria und Zia Alfina zusammen mit Nonno, Nonna, Papa und Mama die Kastanien zubereitet und gegessen.

Dienstag, Oktober 09, 2007

Nonno hat Geburtstag

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Der Nonno wird heute 83 Jahre alt. Das ist sehr alt... aber fast alle haben vergessen, dass er heute Geburtstag hat, auch er selbst! Darum hat ihm tagsüber auch fast keiner zum Geburtstag gratuliert, erst am Abend soll er überrascht werden.
Wir mussten nun erst mal ein Geschenk für ihn besorgen. Da wir kein Parfüm oder Rasierwasser schenken wollten, haben wir ein Foto genommen, auf dem ich mit ihm zusammen abgebildet bin, ließen es im Fotogeschäft ausdrucken und in einen Rahmen einlegen. Das haben wir in dem Geschäft machen lassen, das auch die Fotos bei Zia Angis Hochzeit gemacht hat und in dem Laden hängen einige Bilder von der Hochzeit...

Da es nun noch Zeit bis zum Mittagessen war, haben wir noch einen kleinen Spaziergang gemacht und Piera besucht. Dort tranken Mama und Papa einen Kaffee und erzählten ein wenig. Mama packte auch noch das Geschenk für den Nonno ein. Später kam auch noch Zia Pina dorthin, die etwas in der Stadt zu erledigen hatte und auch ein Geschenk gekauft hatte, und als es Zeit wurde zu gehen, brachen wir alle zusammen auf.

Da der Nonno Geburtstag hat, gibt es etwas mehr und etwas später als sonst Mittagessen...
Danach war es Zeit zum Ausruhen und später sind wir dann mit Zia Maria und Zio Cosimo weggefahren. Nach einem Halt in Misterbianco, wo wir die Familie von Zio Cosimo getroffen haben, ging es weiter in das Einkaufszentrum Etnapolis. Dort musste die Zia nämlich noch ein Geschenk für den Nonno kaufen. Sie hat sich für einen Schal entschieden.
Zu Hause waren ganz viele Menschen. Nach und nach kam fast die ganze Famile zusammen, bis auf Zio Salvatore und seine Familie und natürlich die Mitglieder der Familie, die zu weit weg wohnen.

Papa ist noch schnell mit seinem Cousin Marco die Torte holen gefahren. Erst mal gab es für alle Chips und Salzstangen, dann gab es Toasts, die mit Thunfisch und Mayonnaise bestrichen waren und schließlich Arancinis.
Nun war es Zeit für den Nonno, seine Geschenke auszupacken, und es hat sich gezeigt, dass die Zia Maria den Schal gut ausgesucht hatte. Ich glaube, außer von uns und Zia Maria hat der Nonno nur Parfüm geschenkt bekommen...
Es wurden Fotos gemacht und dann gab es noch die Geburtstagstorte.

Es war so viel Trubel, und vor allem die anderen Kinder haben viel Lärm gemacht. Außer der kleinen Chiara, die ist ganz ruhig geblieben und hat manchmal versucht, ihren Bruder Antonio und die anderen drei Kinder zurechtzuweisen. Das hat sie aber natürlich nicht geschafft...
Es war spät, als wir endlich ins Bett gegangen sind, und ich bin ganz schnell eingeschlafen, nachdem ich noch ein wenig geweint habe, wegen dem ganzen Stress...